Berlin-Exkursion des Geschichte WPG, 30. April - 4. Mai 2026
Im Rahmen des Geschichte-Wahlpflichtgegenstands unternahm ein Teil der siebten Klassen unserer Schule eine mehrtägige Reise in die deutsche Hauptstadt Berlin. Schon im Vorfeld war die Vorfreude groß, da viele von uns noch nie in Berlin gewesen waren und wir gespannt darauf waren, Geschichte einmal direkt vor Ort zu erleben.
Am Donnerstagmorgen trafen wir uns bereits um sieben Uhr zur Abfahrt in Rohrbach. Obwohl es noch früh war, war die Stimmung überraschend gut, da alle voller Vorfreude auf die kommenden Tage waren. Die Zugfahrt führte uns zunächst mit dem ICE von Passau nach Nürnberg. Aufgrund einer Verspätung wurde es beim Umstieg kurz hektisch und angespannt, da viele von uns zunächst keine Sitzplätze hatten und in den Wagonzwischenräumen warten mussten. Doch unser Professor fand schnell eine Lösung, wodurch wir schließlich sogar in der 1. Klasse weiterreisen durften. Für einige von uns war das ein besonderes Ereignis, weshalb die Stimmung sofort wieder deutlich besser wurde.
Nach der entspannten Weiterfahrt nach Berlin kamen wir schließlich in der deutschen Hauptstadt an und checkten im a&o Hostel in der Nähe des Hauptbahnhofs ein. Danach machten wir uns direkt zu Fuß auf den Weg ins Stadtzentrum. Dort erkundeten wir unter anderem das Holocaust-Mahnmal, das Brandenburger Tor sowie den Gendarmenmarkt. Schon bei den ersten Eindrücken begeisterte uns die deutsche Hauptstadt: Die Größe der Stadt, die vielen Menschen und das einzigartige Flair haben uns sofort begeistert. Für viele von uns war außerdem überraschend, wie grün Berlin eigentlich ist. Überall sah man Parkanlagen, Bäume und Grünflächen.
Am Abend gingen wir gemeinsam essen und verbrachten anschließend Zeit rund um die Kastanienallee und den Mauerpark im Stadtteil Prenzlauer Berg. Dort herrschte eine entspannte und gleichzeitig lebendige Atmosphäre, die uns allen sehr gefiel.
Der Freitag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor wir an einer Stadtführung durch das Regierungsviertel teilnahmen. Besonders spannend war dabei der Besuch des Deutschen Bundestags. Dort zu stehen, wo politische Entscheidungen getroffen werden, hinterließ bei vielen von uns einen bleibenden Eindruck und vermittelte ein ganz neues Verständnis für Politik und Geschichte.
Zu Mittag fuhren wir nach Schöneberg zum Winterfeldtplatz, wo wir gemeinsam essen gingen. Anschließend besuchten wir das Berliner Olympiastadion. Besonders interessant war dabei die Verbindung zur Geschichte der Olympischen Spiele 1936. Danach spazierten wir über den berühmten Ku’damm, vorbei am Bahnhof Zoo und der Gedächtniskirche.
Am Abend ging es weiter nach Kreuzberg, wo gerade die traditionellen 1.-Mai-Feiern stattfanden. Die vielen Menschen, die Musik und die besondere Stimmung machten diesen Abend für viele von uns zu einem der aufregendsten Erlebnisse der gesamten Reise.
Am Samstag besuchten wir die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Die Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis war für viele von uns der eindrucksvollste und emotionalste Teil der Reise. Es war bedrückend zu sehen, unter welchen Bedingungen Menschen dort verhört und eingesperrt wurden. Dadurch wurde uns die Geschichte der DDR noch einmal auf eine sehr direkte Weise bewusst.
Zu Mittag verbrachten wir Zeit bei den Hackeschen Höfen, wo wir essen und auch etwas shoppen konnten. Am Nachmittag teilte sich die Gruppe auf. Die Mädchen besuchten gemeinsam mit den Professorinnen die Show „Blinded by Delight“ und ließen danach den Abend in einem indischen Restaurant ausklingen. Die Jungs verbrachten den Nachmittag in Kreuzberg rund um die Bergmannstraße. Dort spielten sie Frisbee im Viktoriapark, spazierten auf den Kreuzberg hinauf und erkundeten die Umgebung. Gemeinsam mit unserem Professor besichtigten sie das ehemalige Ostzentrum Berlins bei Nacht – vom Alexanderplatz bis hin zum Brandenburger Tor. Besonders abends wirkte die Stadt mit ihren vielen Lichtern und der tollen Stimmung noch beeindruckender.
Am Sonntag besuchten wir zunächst die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Diese Orte vermittelten uns viele neue Eindrücke über die deutsche Teilung und das Leben während des Kalten Krieges. Anschließend machten wir eine rund zweieinhalbstündige Spree-Rundfahrt. Nach den vielen Fußwegen der vergangenen Tage war es angenehm, Berlin einmal vom Wasser aus zu sehen.
Danach besuchten wir das DDR-Museum, das durch seine interaktive Gestaltung besonders interessant war. Ein weiteres Highlight war die East Side Gallery. Die bunten Kunstwerke auf den Resten der Berliner Mauer zeigten eindrucksvoll, wie Geschichte und Kunst miteinander verbunden werden können. Natürlich durfte auch ein weiterer Besuch beim Brandenburger Tor bei Nacht nicht fehlen. Ein weiterer Punkt, der auf unserer Liste stand, war der Checkpoint Charlie. Wir besuchten ihn im Anschluss an ein Gruppenfoto beim Tor und ließen uns die Geschichte dieses Ortes in Erinnerung rufen.
Am Montag stand schließlich noch ein letzter Programmpunkt auf dem Plan: das Kaufhaus des Westens (KaDeWe). Es beeindruckte viele von uns bereits beim Betreten durch seine Größe und die zahlreichen Luxusgeschäfte. Außerdem hatten wir noch etwas Zeit, uns umzusehen und kleine Souvenirs zu kaufen.
Danach traten wir die Heimreise an. Mit dem ICE ging es zunächst von Berlin nach München und anschließend mit dem REX weiter nach Passau, von dort mit dem Bus zurück nach Rohrbach. Während der Rückfahrt merkte man, dass alle zwar müde, aber gleichzeitig auch sehr zufrieden waren. Viele nutzten die Zeit, um zu schlafen, zu lernen oder noch einmal über die vielen Eindrücke der vergangenen Tage nachzudenken.
Die Berlinreise war für uns eine sehr wertvolle Erfahrung. Besonders beeindruckt haben uns die historischen Orte, da man Geschichte dort viel intensiver wahrnimmt als im Unterricht. Gleichzeitig war es schön, so viel Zeit gemeinsam zu verbringen und neue Erinnerungen zu sammeln.
Insgesamt war die Reise nicht nur lehrreich, sondern auch eine tolle Gelegenheit, die Gemeinschaft zu stärken und eine spannende Stadt kennenzulernen. Deshalb gilt ein besonderer Dank unseren Begleitprofessorinnen Frau Professorin MMag. Hackl und Frau Professorin OStR Mag. Winter. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Herrn Professor Mag. Spießberger-Eichhorn für die Organisation der Reise und die Betreuung vor Ort. Vielen Dank für diese eindrucksvolle und lustige Woche in Berlin.
Leonie Kitzberger, 7B


